Gipser und Trockenbau

Innendämmung in der Schweiz: Wand von innen dämmen, Material wählen und Kosten pro m² einschätzen

Innendämmung der Aussenwand: Material, Multipor, Dampfbremse, Altbau, Keller, Förderung und ein Rechenbeispiel mit U-Wert und Plattenbedarf.

Innendämmung an einer Aussenwand: Dämmplatten mit Tellerdübeln, Kleber im Kessel und Plattenstapel am Boden
Inhaltsverzeichnis

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Innendämmung heisst, eine Aussenwand raumseitig mit einer Dämmschicht zu versehen, damit die Wand weniger Wärme nach draussen leitet und die Oberfläche im Raum wärmer wird. Sie lohnt sich vor allem dort, wo die Fassade nicht angefasst werden darf oder eine Aussendämmung nicht möglich ist, etwa bei Sichtmauerwerk, Fachwerk oder einzelnen Wohnungen im Stockwerkeigentum. Dieser Ratgeber erklärt Aufbau, Material und Bauphysik, rechnet an einer Backsteinwand den U-Wert nach und zeigt, wo Dampfbremse, Laibungen, Keller und Altbau die Planung bestimmen.

Innendämmung Wand

Innendämmung Wand bedeutet, dass die Dämmung auf der warmen Seite der bestehenden Mauer sitzt und die Mauer selbst kälter bleibt als vorher. Genau darin liegt der Unterschied zur Aussendämmung: Die Wand speichert weniger Wärme aus dem Raum und liegt im Winter näher an der Aussentemperatur. Das ist an sich kein Mangel, verlangt aber, dass Feuchte nicht in der Wand hängen bleibt.

Ein typischer Aufbau von innen nach aussen besteht aus Anstrich, Putz oder Spachtelschicht, Dämmplatte, Kleber oder Befestigung und der bestehenden Wand. Dazu kommen Anschlussdetails an Decke, Boden, Fenster und Innenwände. Je dünner die Dämmung, desto kleiner der Gewinn an Wärmeschutz und desto weniger Raumtiefe geht verloren.

Innendämmung von Aussenwänden gehört häufig zum Handwerk des Gipsers, weil Platten kleben, Flächen spachteln und verputzen dazugehören. Mehr zum Fachgebiet finden Sie bei den Gipserarbeiten. Wer das ganze Gebäude anschauen will, findet im Ratgeber Haus renovieren die Reihenfolge der Gewerke.

Innendämmung vs Aussendämmung

Innendämmung vs Aussendämmung ist keine Geschmacksfrage, sondern eine Frage der Bauphysik. Eine Aussendämmung hüllt das ganze Gebäude ein, hält die Mauer warm und verringert Wärmebrücken an Decken und Wänden. Bei der Innendämmung Wärmebrücken ganz zu vermeiden, gelingt nur zum Teil, weil die einbindenden Decken und Innenwände kalte Stellen behalten.

Für die Innendämmung sprechen die Fälle, in denen aussen nichts geändert werden darf: ein geschütztes Gebäude, eine Fassade mit Sichtbackstein oder Natursteinmauerwerk, eine Wohnung im Mehrfamilienhaus, bei der nur eine Partei saniert. Gegen sie sprechen der Verlust an Wohnfläche, die verbleibenden Wärmebrücken und die höhere Planungsarbeit bei Feuchte.

Wer die Fassade ohnehin erneuern muss, sollte beide Wege nebeneinander rechnen. Zum Anstrich der Aussenseite lesen Sie den Ratgeber Fassade streichen. Klären lässt sich die Frage am besten mit einer Fachperson vor Ort, die Wand, Anschlüsse und Nutzung zusammen betrachtet.

Innendämmung Material

Innendämmung Material lässt sich in zwei Familien teilen: kapillaraktive, diffusionsoffene Platten und dichte Dämmstoffe mit Dampfbremse. Zur ersten Familie gehören mineralische Dämmplatten wie Multipor, Kalziumsilikatplatten, Holzfaserplatten und Lehmputze mit Zuschlägen. Sie nehmen etwas Feuchte auf und geben sie an die Raumluft wieder ab. Zur zweiten Familie gehören Mineralwolle in einer Vorsatzschale, Hartschaum wie XPS und Schaumglas, bei denen Luftdichtheit und Dampfbremse sauber ausgeführt werden müssen.

Dazu kommen dünne Spezialsysteme. Aerogel-Dämmputze und Aerogel-Matten dämmen pro Zentimeter deutlich besser als Mineralplatten, sind aber teurer und eignen sich für Laibungen und Nischen mit wenig Platz. Eine dünne Innendämmung spart Raumtiefe, bringt aber weniger Wirkung.

Innendämmung Platten gibt es in vielen Formaten und Dicken, und jede Platte verlangt ihren eigenen Kleber und Putz. Bei der Wahl sprechen vier Punkte mit: Zustand der Wand, Feuchte, verfügbare Dicke und Untergrund. Der Hersteller gibt für jedes System den Anwendungsbereich vor, und seine Verarbeitungsrichtlinie ist für die Ausführung massgebend. Vergleichen Sie Offerten deshalb immer mit dem Systemnamen und der Dicke.

Rechenbeispiel: Innendämmung Multipor

Innendämmung Multipor lässt sich an einer einfachen Wand nachrechnen, bevor ein Franken ausgegeben wird. Franken nennen wir hier bewusst nicht, denn eine belegte Schweizer Quelle mit aktuellen Preisen pro Quadratmeter liegt uns nicht vor, und MachinWerk gibt ohne Besichtigung keine Preise an. Das Beispiel rechnet stattdessen Wärmedurchgang, Mengen und Arbeitstage.

Annahmen: Aussenwand aus 30 cm Backstein mit Wärmeleitfähigkeit 0.44 W/mK, innen 1.5 cm Kalkputz (0.70 W/mK), aussen 2 cm Putz (0.87 W/mK), Übergangswiderstände innen 0.13 und aussen 0.04 m²K/W. Die Dämmplatte ist eine Multipor-Mineraldämmplatte, wie sie auch bei einer Multipor Innendämmung im Altbau zum Einsatz kommt, mit einem Rechenwert der Wärmeleitfähigkeit von 0.045 W/mK (etwas über dem Nennwert von 0.042 W/mK laut Herstellerangaben, siehe Datenblatt der CRB; massgebend ist der Wert des gewählten Systems), die Klebeschicht ist nicht eingerechnet. Der Wandanteil mit Wärmebrücken und der Einfluss der Feuchte bleiben unberücksichtigt. Das Ergebnis ist ein Richtwert, der Wert Ihrer Wand kann abweichen.

VarianteDämmungWärmewiderstand DämmungU-Wert der Wand
Bestandkeine0.00 m²K/W1.12 W/m²K
Innendämmung 6 cmMultipor1.33 m²K/W0.45 W/m²K
Innendämmung 8 cmMultipor1.78 m²K/W0.37 W/m²K
Innendämmung 10 cmMultipor2.22 m²K/W0.32 W/m²K

Der U-Wert ist der Kehrwert des gesamten Wärmewiderstands. Für 8 cm gilt: 0.896 plus 1.78 ergibt 2.67 m²K/W, und der Kehrwert davon ist 0.37 W/m²K. Die Dämmung senkt den Wärmeverlust der Wand also um rund zwei Drittel. Für einen U-Wert von 0.20 wären rechnerisch rund 18 cm Platte nötig, was innen kaum zu bauen ist. Welche Grenzwerte für Ihr Vorhaben gelten, steht in der Norm SIA 380/1 und in den Bedingungen des jeweiligen Förderprogramms.

Der Bedarf gilt für 25 m² Wand ohne Abzüge, bei einem Plattenformat von 60 mal 39 cm (0.234 m² je Platte) und 5 % Verschnitt bei den Platten. Mörtelmengen und Plattenvolumen sind auf die 25 m² ohne Verschnitt gerechnet:

PositionMenge
Wandfläche mit Verschnitt26.25 m²
Anzahl Plattenrund 113 Stück
Klebemörtel bei Annahme 6 kg/m²rund 150 kg, 6 Säcke à 25 kg
Armierungsmörtel bei Annahme 5 kg/m²rund 125 kg, 5 Säcke à 25 kg
Plattenvolumen netto bei 6, 8 und 10 cm1.5, 2.0 und 2.5 m³

Die Mörtelmengen sind Annahmen, die tatsächlichen Verbräuche stehen im Verarbeitungsmerkblatt des Herstellers. Für zwei Personen ergeben sich ohne Wartezeiten etwa vier bis fünf Arbeitstage (Annahme): Untergrund vorbereiten und Platten kleben, Armierung, Putz oder Spachtel, dazu der Anstrich. Wartezeiten zwischen den Schichten kommen nach Herstellerangabe dazu. Wie viel das in Ihrem Objekt kostet, zeigen die kostenlose Besichtigung und die Offerte.

Kalziumsilikatplatten Innendämmung

Kalziumsilikatplatten Innendämmung gehört zu den klassischen Lösungen für Altbauten mit feuchtegefährdeten Wänden, und wie bei der Multipor Innendämmung gilt, dass das System als Ganzes funktionieren muss. Die Platten sind mineralisch, kapillaraktiv und diffusionsoffen. Sie können Feuchte aufnehmen, im Material weiterleiten und wieder an die Raumluft abgeben. Dafür sind sie weniger dämmend als dicke Hartschaumplatten, die Lambda-Werte liegen meist über denen von Multipor-Platten.

Eine kapillaraktive Innendämmung funktioniert nur, wenn sie vollflächig und hohlraumfrei auf der Wand sitzt. Zwischen Platte und Mauer darf keine Luft stehen, in der Raumfeuchte kondensieren könnte. Deshalb sind der ebene Untergrund und der vollflächige Kleberauftrag wichtiger als die Dicke.

Auch die Oberfläche zählt. Putz und Farbe müssen diffusionsoffen sein, weil dichte Dispersionsfarben die Wirkung der Platte mindern können. Mehr zum Streichen finden Sie bei den Malerarbeiten unter Maler und im Ratgeber Wohnung streichen.

Dampfbremse Innendämmung

Dampfbremse Innendämmung ist das Thema, an dem eine Sanierung scheitern kann, wenn es nicht geplant wird. Warme, feuchte Raumluft dringt in die Dämmung ein und kühlt auf dem Weg nach aussen ab. Trifft sie auf eine Fläche, die kälter ist als ihr Taupunkt, fällt Wasser aus. Bei der Innendämmung liegt dieser Bereich oft direkt an der Rückseite der Dämmung.

Zwei Strategien lösen das. Eine kapillaraktive Innendämmung braucht keine Dampfbremse, eine dichte Dämmung schon. Die erste setzt auf diffusionsoffene, kapillaraktive Materialien ohne Dampfbremse, die kleine Feuchtemengen aufnehmen und zurückgeben. Die zweite setzt auf eine luftdichte Dampfbremse raumseitig, die den Feuchteeintrag stark bremst. Sie funktioniert nur, wenn sie lückenlos ist, auch an Steckdosen, Rohrdurchführungen und Anschlüssen. Beide Strategien sind bewährt, vermischen sollte man sie nicht.

Ob ein Aufbau bauphysikalisch passt, beantwortet eine Berechnung nach dem Stand der Technik, etwa auf Grundlage der Norm SIA 180 «Wärmeschutz, Feuchteschutz und Raumklima in Gebäuden», die Sie bei sia.ch beziehen. Lassen Sie die Rechnung bei kritischen Wänden von einer Bauphysikerin oder einem Bauphysiker machen.

Innendämmung im Altbau

Innendämmung im Altbau ist heikler als im Neubau, weil die Wand oft aus Material besteht, das Feuchte aufnimmt und sich nur langsam entleert. Bruchsteinmauerwerk, Mischmauerwerk, Fachwerk und Backstein aus dem frühen 20. Jahrhundert haben unregelmässige Oberflächen, Hohlräume und Salzbelastungen. Eine Innendämmung auf solchem Untergrund braucht eine genaue Voruntersuchung.

Vor dem Dämmen stehen drei Fragen. Ist die Wand trocken, oder dringt Regenwasser von aussen ein? Gibt es Schäden am Putz oder an der Fassade, die erst behoben werden müssen? Und wie sind die Anschlüsse an Holzbalkendecken gebaut? Balkenköpfe in einer kalten Wand brauchen besondere Beachtung, weil sie bei dichter Dämmung feuchter werden können.

Die Innendämmung von Aussenwänden im Altbau verlangt deshalb Mass. Eine dünnere Schicht mit diffusionsoffenem Aufbau ist oft sicherer als eine dicke, dichte. Den Gesamtzusammenhang einer Altbausanierung zeigt der Ratgeber Haus renovieren, und die Leistungen im Überblick stehen unter Renovation und Umbau.

Innendämmung im Keller

Innendämmung im Keller kommt nur in Frage, wenn der Keller beheizt oder als Wohnraum genutzt wird und die Wand trocken ist. Eine feuchte Kellerwand wird durch Dämmen nicht trocken, im Gegenteil: Die Dämmung nimmt der Wand die Wärme, und die Feuchte bleibt zurück. Zuerst müssen daher Ursache und Abdichtung geklärt werden, ob Sickerwasser, aufsteigende Feuchte oder Kondensat im Sommer.

Im Erdreich bleibt die Wandtemperatur über das Jahr relativ stabil. Gedämmt wird meist die Wand gegen Aussenluft, der Sockelbereich und der Übergang zur Kellerdecke. Hier entstehen Wärmebrücken, die sich innen nur zum Teil entschärfen lassen. Die Innendämmung Kellerwand verlangt wasserbeständige, nicht saugende Materialien im unteren Bereich, wo Spritzwasser oder Bodenfeuchte wirken können.

Wenn alte Verkleidungen, Tapeten oder Beschichtungen entfernt werden müssen, übernimmt das der Rückbau, siehe Abbruch und Rückbau. Bei älteren Gebäuden gehört eine Schadstoffabklärung vor dem Rückbau zur sorgfältigen Planung, wofür Fachpersonen zuständig sind.

Innendämmung Fensterlaibung

Innendämmung Fensterlaibung ist die Stelle, an der sich die Qualität der ganzen Arbeit zeigt. In dicken Mauern sind die seitlichen Flächen am Fenster tief, und sie bilden eine Wärmebrücke, wenn man sie nicht mitdämmt. Wird die Wand gedämmt und die Laibung nicht, kann an dieser kalten Stelle Feuchte aus der Raumluft kondensieren.

Weil Laibungen wenig Platz haben, werden sie dünn gedämmt, oft mit zwei bis drei Zentimetern aus Kalziumsilikat, Mineralplatten oder Aerogel-Putz. Das mindert die Innendämmung Wärmebrücken an dieser Stelle, ohne den Lichteinfall zu stark zu beschneiden. Wichtig ist der luftdichte Anschluss an den Fensterrahmen, damit hinter der Dämmung keine feuchte Raumluft steht.

Auch die Fensterbank, die Sturzunterseite und der Rollladenkasten gehören zur Planung. Jeder dieser Punkte ist ein Anschluss, den der Gipser sorgfältig ausbildet. Fragen Sie in der Offerte nach, wie viele Laibungen enthalten sind, denn ihre Anzahl beeinflusst den Aufwand mehr, als man erwartet.

Innendämmung Trockenbau

Innendämmung Trockenbau meint eine Vorsatzschale aus Metallprofilen oder Holzlatten, in die Dämmung eingelegt und mit Gipsplatten bekleidet wird. Der Vorteil liegt in der Ebenheit: Eine schiefe Wand wird mit der Vorsatzschale gerade, Leitungen lassen sich führen, die Montage geht schnell. Mehr zur Technik von Ständerwerk und Beplankung finden Sie im Ratgeber Leichtbauwand.

Der Nachteil liegt im Hohlraum. Bleibt zwischen Schale und Mauer Luft, kann warme Raumluft dahinter strömen und an der kalten Wand kondensieren. Eine Vorsatzschale an der Aussenwand braucht darum eine dichte, raumseitige Dampfbremse mit sauberen Anschlüssen, oder die Dämmung muss die Wand ohne Luftspalt berühren. Offene Fugen und ungedichtete Steckdosen sind die häufigste Schwachstelle.

Auch Lasten verlangen Planung: Schwere Möbel oder Küchenschränke gehören an den tragenden Untergrund oder an Verstärkungen im Ständerwerk. Die Innendämmung Trockenbau eignet sich dort, wo der Untergrund uneben ist und eine kapillaraktive Platte nicht vollflächig haften würde. Ein Gipser plant die Schale zusammen mit dem Anstrich.

Innendämmung selber machen

Innendämmung selber machen ist bei kleinen, einfachen Flächen möglich, wird aber schnell anspruchsvoll. Das Kleben von Innendämmung Platten ist handwerklich machbar, wenn Untergrund und Anleitung stimmen. Schwierig sind die Details: Anschlüsse, Laibungen, Steckdosen, das Prüfen der Wand auf Feuchte und die Beurteilung, ob der gewählte Aufbau bauphysikalisch aufgeht.

Wer in einer Mietwohnung wohnt, braucht für bauliche Änderungen nach Art. 260a OR die schriftliche Zustimmung des Vermieters, siehe Obligationenrecht auf fedlex.admin.ch. Auch Eigentümerinnen und Eigentümer in Stockwerkeigentum klären vorher, ob die Aussenwand zu den gemeinschaftlichen Teilen gehört.

Sinnvoll ist eine Aufteilung: Vorbereitung, Räumen und Abdecken übernehmen Sie, den Systemaufbau, die Anschlüsse und den Verputz die Fachperson. Beachten Sie dabei, dass Garantie und Systemfreigabe des Herstellers meist an eine fachgerechte Verarbeitung gebunden sind. Prüfen Sie dies vor dem Kauf der Platten.

Innendämmung Kosten pro m2

Innendämmung Kosten pro m2 hängen von mehr Faktoren ab, als eine einzelne Zahl nennen kann. Eine belegte Schweizer Quelle mit aktuellen Franken-Preisen pro Quadratmeter haben wir für diesen Artikel nicht gefunden, und MachinWerk nennt keine Preise ohne Besichtigung. Wir erklären darum, woraus sich der Preis zusammensetzt.

Der erste Faktor ist das Material: Mineralplatten, Kalziumsilikat, Aerogel oder Mineralwolle in einer Vorsatzschale kosten unterschiedlich viel, und dickere Platten brauchen mehr Material und Mörtel. Der zweite ist der Untergrund: Eine ebene, trockene, tragfähige Wand ist schnell vorbereitet, eine unebene braucht Ausgleich. Dazu kommen Rückbau von Tapeten und alter Verkleidung, die Zahl der Fensterlaibungen und Anschlüsse, Verputz und Anstrich sowie die Zugänglichkeit mit Gerüst, Lift oder Treppe.

Auch die Voruntersuchung zählt, wenn Feuchte oder Schadstoffe abzuklären sind. Eine Teil- oder eine Gesamtsanierung ändert den Aufwand pro Quadratmeter, weil Einrichtung und Installation einmalig anfallen. Die kostenlose Einschätzung vor Ort zeigt, welche Posten bei Ihrer Wand anfallen, und die Offerte führt sie einzeln auf.

Innendämmung Förderung

Innendämmung Förderung gibt es in der Schweiz über das nationale Gebäudeprogramm und über kantonale Programme. Die Bedingungen ändern sich, deshalb gilt immer die aktuelle Fassung. Die Übersicht finden Sie auf dasgebaeudeprogramm.ch, und für den Kanton Zürich stehen die Förderbedingungen zur Wärmedämmung in der Broschüre zum Förderprogramm Energie des Kantons Zürich.

Nach den Zürcher Bedingungen (Förderprogramm 2026, Version vom 1. Januar 2026) muss das Gesuch vor Baubeginn eingereicht werden, also bevor die Dämmung angebracht wird. Für geförderte Bauteile gilt ein U-Wert von höchstens 0.20 W/m²K, bei Wänden und Böden mehr als 2 m im Erdreich von 0.25 W/m²K, und der U-Wert muss sich um mindestens 0.07 W/m²K verbessern. Gefördert werden beheizte Gebäude, deren Baubewilligung vor dem Jahr 2000 erteilt wurde. Die Rechnung oben zeigt, dass der Grenzwert mit einer Innendämmung allein schwer erreichbar ist. Für geschützte Bauteile gibt es gegen Nachweis Erleichterungen bis höchstens 0.30 W/m²K. Gebäudeteile gegen unbeheizte Räume sind nicht förderberechtigt, was bei Kellerwänden zu beachten ist. Der Kanton zahlt CHF 40 pro m² gedämmter Fläche, Beiträge unter CHF 2'000 richtet er aber nicht aus. Eine einzelne Wand wie die 25 m² im Rechenbeispiel erreicht diese Schwelle nicht.

Ob und unter welchen Bedingungen Ihre Innendämmung gefördert wird, klären Sie vor dem Auftrag beim Programm selbst, und beginnen Sie die Arbeiten erst nach dem Gesuch. Im Kanton Zürich betreiben einzelne Städte und Gemeinden zusätzliche Förderprogramme, für Luzern, Zug und andere Kantone gelten die Programme der jeweiligen Kantone. Steuerlich zählt eine innere Isolation an Fassadenwänden laut Zürcher Steuerbuch zu den Massnahmen für das Energiesparen und ist abziehbar, soweit keine Förderbeiträge die Kosten decken. Was das in Ihrem Fall bedeutet, beantwortet das Steueramt.

Sanierung Innendämmung aus einer Hand: Rückbau, Gipser und Maler mit einer Offerte

Sanierung Innendämmung ist selten nur ein Gewerk: Alte Verkleidung und Tapeten kommen weg, der Untergrund wird ausgeglichen, dann folgen Platten, Laibungen, Verputz und der diffusionsoffene Anstrich. MachinWerk bündelt Abbruch und Rückbau, Gipser- und Malerarbeiten in einem Betrieb, Sie haben also einen Ansprechpartner statt mehrerer Betriebe. Welche Arbeiten rund um die Dämmung wir selbst ausführen und welche eine Fachplanung verlangen, klärt die Besichtigung. Wir arbeiten im Raum Zürich zuerst, dazu in Winterthur, Zug und Luzern. Ansprechpartner für Besichtigung und Offerte ist Wilbert Machin.

Die Besichtigung ist kostenlos und unverbindlich. Dabei schauen wir uns Wand, Anschlüsse und Zustand an und besprechen, welche Arbeiten bei Ihrem Objekt dazugehören und welche Fachplanung vorab sinnvoll ist. Danach erhalten Sie eine Offerte mit einzeln aufgeführten Positionen. Preise nennen wir vor der Besichtigung nicht, weil Wand, Material und Anschlüsse den Aufwand bestimmen.

Innendämmung: häufige Fragen

Was bringt 2 cm Styropor-Innendämmung?

Eine 2 cm Styropor-Innendämmung bringt wenig und ist bauphysikalisch nicht risikofrei. Nach der Rechnung oben (Backsteinwand, U-Wert 1.12) sinkt der U-Wert mit 2 cm Hartschaum bei Lambda 0.035 auf rund 0.68 W/m²K. Das ist spürbar, aber dicht: Hartschaum lässt kaum Feuchte durch, und eine dünne Schicht erwärmt die Wandoberfläche nur teilweise. Ohne luftdichte, geplante Anschlüsse kann hinter der Platte Feuchte anfallen.

Was bringt 5 cm Innendämmung?

Eine 5 cm Innendämmung aus Mineralplatten (Lambda 0.045) senkt in der Beispielwand den U-Wert von 1.12 auf rund 0.50 W/m²K. Das ist mehr als eine Halbierung des Wärmeverlusts, bei einer Dämmstärke von nur 5 cm. Gewinn und Raumverlust stehen in einem guten Verhältnis, bei dickeren Platten wird der Zuwachs pro Zentimeter kleiner. Ihre Wand rechnet die Fachperson nach.

Welche Nachteile hat eine Innendämmung?

Die Nachteile einer Innendämmung sind der Verlust an Wohnfläche, die verbleibenden Wärmebrücken an Decken und Innenwänden, die geringere Wärmespeicherung der Wand und das höhere Feuchterisiko bei schlechter Planung. Dazu kommt, dass Möbel und Bilder neu befestigt und Steckdosen versetzt werden müssen. Wer sorgfältig plant und diffusionsoffene Systeme wählt, kann diese Nachteile klein halten.

Was ist der Unterschied zwischen Multipor und Ytong?

Multipor ist eine mineralische Dämmplatte mit Lambda 0.045 W/mK und dient der Dämmung. Ytong ist Porenbeton, also ein Mauerstein, der Wände aufbaut und tragen kann. Seine Wärmeleitfähigkeit ist deutlich höher als die der Dämmplatte. Beide sind mineralisch und nicht brennbar, werden aber für verschiedene Aufgaben eingesetzt. Die Innendämmung an der Bestandswand läuft über die Dämmplatte.

Welche Dämmstärke braucht eine Innendämmung?

Die Dämmstärke hängt von Wand, Material und Ziel ab. Als Orientierung zeigt die Tabelle oben, dass 6 cm Multipor in der Beispielwand einen U-Wert von rund 0.45 und 10 cm rund 0.32 ergeben. Dickere Schichten bringen mehr, kosten aber Raumtiefe und erhöhen den Aufwand an Laibungen und Anschlüssen. Ein festes Mass gibt es nicht, die Fachperson legt die Stärke nach Berechnung fest.

Kann ich eine Wedi-Platte als Innendämmung verwenden?

Eine Wedi-Platte kann man nicht ohne Weiteres als Innendämmung der Aussenwand einsetzen. Es handelt sich um eine Bauplatte mit Hartschaumkern und Beschichtung, die vor allem im Nassbereich zum Einsatz kommt. Sie ist weitgehend dampfdicht. Für die Dämmung einer Aussenwand müsste der Aufbau bauphysikalisch nachgewiesen und vom Hersteller für diese Anwendung freigegeben sein.

Wilbert Machin, Inhaber MachinWerk, Wallisellen

Ihr Projekt? Wilbert Machin schaut es sich an.

Die Besichtigung vor Ort ist kostenlos und unverbindlich. Danach erhalten Sie eine Offerte mit einzeln aufgeführten Positionen und einem Terminplan.